07.06.2019
August/September 2018

Skagen

Nach einer wunderbar ruhigen Nacht auf dem Bauernhof von dem du im vorherigen Artikel gelesen hast, ging es am nächsten Tag für uns nach Skagen. Darauf freuten wir uns schon, seit wir in Dänemark angekommen sind. Die Straße endet an einem großen Parkplatz, an den direkt der Souvenirshop und ein Imbiss angrenzen. Von hier aus geht es, wie wir es gemacht haben, zu Fuß oder mit dem Traktorbus weiter bis an die Spritze Dänemarks, um genau zu sein bis nach Grenen so heißt die Sandbank nämlich. Das ist nicht nur der nördlichste Punkt in Dänemark, sondernd auch der Ort, an dem sich Nord- und Ostsee treffen.

Der Traktorbus wird Sandwurm genannt und ist ein Anhänger mit Sitzbänken der von einem Traktor gezogen wird.
Sandwurm – der Traktorbus in Skagen
Jessi geht am Strand in Skagen spazieren.
Am Strand entlang bis zur Spitze Dänemarks

Über die Landzunge schwappen von links und rechts die Wellen ineinander. Zum Baden ist das Meer an diesem Punkt nicht geeignet, da die Unterströmung zu gefährlich ist, aber auf der Landzunge bis zu den Knöcheln ins Wasser ist kein Problem.

Die wellen schwappen an der Spitze von rechts und von links über die Landzunge.
Wenn zwei Meere sich treffen

Schaut man zurück in Richtung Land sieht man natürlich die Ost- und die Westküste von Dänemark, die Dünen hören ein paar Meter vorne dran einfach auf.

Um die Artenvielfalt der Vegetation auf der Düne zu gewährleisten, wird sie im Herbst niedergebrannt und kann dann im Frühjahr wieder nachwachsen.

Der Fußmarsch dauerte ungefähr eine halbe Stunde, dabei konnten wir am Strand entlang einiges beobachten. Hier haben wir unsere erste freilebende Robbe gesehen. Die sind den Tourismus gewöhnt und haben kaum eine Scheu vor Menschen, wir konnten also sehr nah an die Tiere heran, trotzdem sollte man einen gewissen Abstand einhalten, um die Tiere nicht zu verängstigen. Unterwegs haben wir dann noch ein paar Seesterne und kleine Krabben gesehen. Zwischen Strand und Parkplatz liegen auch hier wieder einige alte Bunker, diese sind zwar nicht so groß und weniger gut erhalten wie die im letzten Artikel aber beindruckend ist es allemal.

Nordsøen Ozenarium Hirtshals

Auf dem Rückweg nach Hvide Sande hielten wir in Hirtshals. Hier ist das Nordsøen Ozenarium. Das Ozenarium bietet für 23 € allerlei Arten von Fischen, Wasserlebewesen, Information und Spielereien für Groß und Klein! In mehreren Aquarien und im Außenbereich kann man von Aalen über Heringe, Krabben, Seesternen, Mondfischen, Haien und Seehunden alles bestaunen was in der Nordsee lebt und viel darüber lernen. Das Ozenarium war eins der Highlighs auf unserer Dänemarkreise die uns am meisten beeindruckten und war den Besuch absolut wert!

Zurück in Hvide Sande

Wieder in Hvide Sande angekommen haben wir uns die letzten Tage mit bummeln, Essen und Kaffeetrinken bei West Wind Syd verbracht, haben uns einen wunderschönen Sonnenaufgang und einen Sonnenuntergang angeschaut und einfach die Seele baumeln lassen. Das funktioniert hier wirklich einfach gut, mittlerweile hatte uns die zufriedene und entspannte Ader der Dänen angesteckt.

Die Dünenlandschaft in Hvide Sande bei Sonnenaufgang. Vor der Hafeneinfahrt stehen drei große Windräder.
Die Dünenlandschaft von Hvide Sande

Wenn man bei West Wind auf der Terrasse sitzt und den Surfern zuschaut bekommt man schnell Lust das selbst einmal auszuprobieren. Was bietet sich da also mehr an, als der Windsurf-Schnupperkurs. Man braucht nichts außer Badehose, Handtuch und Wasserschuhe. Für 55 € bekommt man drei Stunden Surfkurs, das Material, Schwimmweste und den Neoprenanzug.

Der Surfkurs

Nach einer kurzen Vorstellung der Surfschule und unseres Instruktors Micha ging es auch schon los, wer Surfen will muss auch sein Sportgerät zusammenbauen können. Wir bekamen von Micha unsere Segel, Bretter und den Gabelbaum und bauten am Strand alles zusammen. Micha zeigte uns am Simulator, wie die einzelnen Abläufe waren, um auf dem Brett stehen zu können und das Segel in die richtige Position zu bekommen. Nun hieß es Badesachen und Neoprenanzug an und …

Ab ins Wasser

Unter geduldiger Anleitung von unserem Instruktor versuchten wir dann die ersten Stehversuche auf dem Wasser und siehe da, das Ganze war gar nicht so einfach, wie es aussah. Auf das Brett in die Hocke, dann aufstehen, dabei die Wellen ausbalancieren und das Segel aus dem Wasser ziehen endete bei den ersten Versuchen meist rückwärts im Wasser.

Aber Übung macht den Meister und nach 10-15 Minuten hatten es die ersten geschafft und sind einige Meter gesurft. Jeder konnte sich in seinem Tempo herantasten und wurde dabei von Micha mit Rat und Tat und viel Geduld unterstützt. Nach und nach wurden die zurückgelegten Strecken länger und wir bekamen gezeigt, wie man das Brett lenken kann. Das Lenken zu üben füllte dann die restliche Kurszeit. Zurück an Land wurde alles wieder zerlegt und versorgt. Nachdem alle geduscht und umgezogen waren trafen wir uns wieder auf der Terrasse zur Abschlussbesprechung. Bei wem das Surffieber geweckt wurde, hatte jetzt die Möglichkeit sich zu zwei weiteren Tagen Anfängerkurs anzumelden und dabei seinen Surfschein zu machen.

Da wir aber nur noch einen Tag bis zur geplanten Heimreise hatten blieb es erstmal bei dem eintägigen Schnupperkurs aber wer weiß ob wir irgendwann nochmal einen Versuch starten und uns mit dem Thema Windsurfen weiter beschäftigen. Eins ist sicher es hat unglaublich viel Spaß gemacht auch wenn man hier wieder an ganz neuen Stellen Muskelkater bekommen hat.

Die letzten Tage in Dänemark

Nun war unser Urlaub auch schon fast wieder vorbei, drei Tage blieben uns noch bis wir „unseren“ Pepper wieder bei WVD-Südcaravan in Freiburg abgeben mussten. Eigentlich sind drei Tage gar nicht mal so wenig im Urlaub, wenn da nicht die 1140 km Heimfahrt noch wären. Also genossen wir noch den letzten Tag in Hvide Sande mit unserer Lieblingsbeschäftigung (richtig, Kaffee trinken auf der Terrasse von West Wind) und gingen am Abend zum Abschluss noch im Café Marina einen der besten Burger überhaupt essen – und die waren wirklich unglaublich gut!

Einer der Besten Burger die wir je gegessen haben mit frischen Pommes und einer tollen Knoblaumayo.
Einer der besten Burger – Café Marina

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 6 Uhr und für uns ging es los Richtung Heimat. Da wir noch zwei Tage für die Strecke hatten konnten wir ganz gemütlich mit einer Zwischenübernachtung irgendwo in Deutschland nach Hause fahren. Wir kamen aber so problemlos voran, dass sich auch nach guten 10 Stunden noch keine Müdigkeit zeigte. Jetzt lohnte sich das anhalten und übernachten nicht mehr, also fuhren wir dann doch durch bis nach Hause und waren, nach 15 Stunden, einen Tag früher wie geplant wieder zurück.

Im Nachhinein betrachtet war das gar nicht so schlecht, so hatten wir einen ganzen Tag Zeit, um Pepper auszuräumen und brauchten uns damit keinen Stress machen. Wobei das ausräumen und Putzen im Vergleich zum Einräumen in kürzester Zeit erledigt war.

Und so gaben wir unseren liebgewonnenen Begleiter am nächsten Tag etwas wehmütig wieder in Freiburg ab.

*enthält unbezahlte Werbung

Über Skagen zurück nach Hvide Sande

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